Urlaub auf Usedom Teil II

Am Mittwoch meiner Urlaubswoche fuhr ich zum Wasserschloss Mellenthin. Der selbsternannten Mitte der Insel Usedom.

Hier stieg ich in die Wanderschuhe und zog mit Kamera und Rucksack los Richtung Norden. Das erste Highlight fand ich gleich neben dem Wassergraben. Hier liegt der Eiskeller-Berg auf dem der Vorgängerbau des Schlosses stand. Viel sah man nicht mehr, aber es gab eine Bank und ein Gipfelbuch! 😉 Natürlich trug ich mich auch ein, nachdem ich schon auf die 7000 mm (!) über NN „gestiegen“ war.
Ich lief durch den nahen Borgwald bis zum Örtchen Balm am Balmer See. Unterwegs genoss ich die Ruhe, die Sonne und konnte sogar einige Rehe entdecken.
Am Balmer See legte ich eine Pause auf dem Steg ein und ließ den Blick über den See und die Inseln und Halbinseln schweifen. Dann ging es zurück. Diesmal kam ich noch an einer Schwedenschanze, einem slawischen Burgwall, vorbei und konnte noch einen Cache heben.

Das Wasserschloss wurde 1575 bis 1580 im Auftrag von Rüdiger von Nienkerken (Neuenkirchen) auf einer künstlichen Insel (100 x 80 m) erbaut. Die Besitzer wechselten mehrfach, bis sie zum Ende des zweiten Weltkrieges enteignet wurden. Nach der Wende kam wieder die Privatisierung. Jetzt findet man hier ein Hotel, Restaurant, Café, eine Brauerei und eine Kaffeerösterei. Auf dem Turmhügel neben dem Wassergraben stand der Vorläuferbau.
Im Borgwald sind noch Reste eines slawischen Burgwall zu sehen. Diese Befestigung entstand zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert.

Zurück am Wasserschloss entschied ich mich für eine Spekulatius-Waffel im benachbarten Gutshof. Dazu gab es einen Chai-Tee und ganz viel Ruhe. Dann ging es zurück nach Heringsdorf. Der restliche Nachmittag war wieder sehr entspannt. Ich kaufte Tee im „Alten Pommerschen Teehaus“ und Fisch bei Domkes ein. Abends kochten wir im Apartment und drehten einen Mondscheinspaziergang an der Strandpromenade.

Route bei komoot:
www.komoot.de/tour/112521648

Der Donnerstag zeigte sich im typischen norddeutschen Winter-Niesel-Grau. Das passte gut zu einem dringend notwendigen Schontag für die Füße.
Also ließ ich es langsam angehen und nahm den Bus (freie Fahrt mit der Kurkarte) ins Nachbar-Kaiserbad Bansin. Hier spazierte ich etwas am Wasser entlang und durch den Ort. Dabei fand ich ein paar Geocaches. Ziel des Ausfluges war der Tropenzoo. Für 8 € sah ich mir die vielen interessanten, bunten und munteren Tiere an. Die Kamera kam auch fleißig zum Einsatz. Zum Abschluss gab’s noch einen Kaffee im Café und dann beendete ich meine Runde durch Bansin. (Im Tropenhaus kann man sogar übernachten.)
Abends genossen wir das leckere Essen und die netten Gastgeber im Restaurant The Taste of India.

Die erste Erwähnung von Bansin war 1256, bronzezeitliche Hügelgräber belegen aber eine frühere Besiedelung. Das Seebad Bansin gehöhrt zu den drei Kaiserbädern und wurde 1897 gegründet. Hier beginnt auch die Europa-Promenade, mit 12 km die längste Strandpromenade Europas, die bis Swinemünde geht. Die Seebrücke ist mit 285 m etwas länger als die in Ahlbeck, dafür schlicht, ohne Aufbauten.
Die Kirche von Bansin wurde 1939 eröffnet.

Route bei komoot:
www.komoot.de/tour/112521905

Am Freitag hieß es wieder Abschied nehmen. Ich lud das Auto wieder voll und machte mich auf den Heimweg. Vorher hielt ich aber noch am Gesteinsgarten in Ückeritz. Hier wandelte ich zwischen den vielen Findlingen und durch das nahe Waldkabinett. Dabei gab es viel zu sehen und zu lernen. 🙂

Route bei komoot:
www.komoot.de/tour/112660861

Dann verließ ich die Insel, ich werde aber wieder kommen.

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Manu
Manu
5 Monate her

Klasse Fotos und offensichtlich ein rundherum gelungener Urlaub.
Genauso sollte es auch sein
Der Gecko ist ja der Hammer und die Krokusse auch!

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