Rügen bis Berlin, 2. Tag

Ich startete heute in Reinberg, nahe Stahlbrode. Mein Ziel war eigentlich Neuenkirchen bei Greifswald, doch meine Füße waren dagegen.

Die letzte Nacht habe ich im Hotel Haus Überland verbracht. Nach dem Frühstück machte ich mich gegen 9.00 Uhr auf den Weg. Zunächst ging es an der Straße entlang nach Reinberg. Hier warf ich einen Blick auf die Kirche und die gigantische Linde davor. Dann ging es durch Tremt und schließlich kam ich wieder am Bodden an und legte eine erste Pause ein. Das Wasser hatte sich weit zurück gezogen, aber der Blick über den Strelasund war toll. In der Ferne sah ich sogar die Fähre, mit der ich gestern die Insel verlassen hatte.

Reinberg wurde 1325 erstmal erwähnt. Die Kirche stammt allerdings schon aus dem Jahr 1220 und vermutlich siedelten hier schon um 1000 die Slawen.
Besonders imposant ist die Linde vor der Kirche. Die ist vermutlich schon über 1000 Jahre alt und stand damit schon vor der Kirche hier. Bei 19 m Höhe hat sie einen Umfang von über 10 m.
Gegenüber liegt der relativ große Pfarrhof.

Am Sund ging es dann vorbei an Schilf und durch Wald bis zu den Orten vor der Insel Riems. Riems sah ich nur aus der Ferne.
Im Wald zwischen Kalkvitz und Gristow machte ich die nächste Pause.
Etwas später stand ich vorm Hintereingang vom Naturerlebnispark Gristow. Da es nicht so offensichtlich war, ob ich dort rein konnte, drehte ich wieder um. Das bedeutete, dass ich die letzten 8 km komplett auf der Straße hätte laufen müssen. Meine Füße waren dagegen.

Also Planänderung. Ich lief noch zur Kirche und zum Hafen von Gristow und ließ mich dort von einem Taxi abholen. Das brachte mich dann zum Hotel. Die ließen mich netterweise schon vor 15.00 Uhr in mein Zimmer.

Gristow und Kalkvitz sind auch aus ehemaligen slawischen Siedlungen entstanden. Die Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Die Insel Riems ist nur 1,3 x 0,3 km groß und seit den 1970er Jahren durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Vorher gab es hier eine Seilbahn.
Auf der Insel befindet sich seit 1910 das Friedrich-Loeffler-Institut. Es ist die älteste virologische Forschungsstätte der Welt. Bedingt dadurch ist die Insel für Besucher gesperrt.

Route bei komoot:
www.komoot.de/tour/93982258

Das Gewicht auf dem Rücken fühlte sich heute nicht so schlimm an, aber meine Füße waren nicht begeistert von der Belastung. Zu den üblichen Blasen (an unüblichen Stellen) kam ein merkwürdiger Schmerz neben dem rechten Fußknöchel. Das sorgte heute für den Abbruch. Ich werde eine Nacht länger im Hotel bleiben und morgen versuchen, das von einem Arzt abklären zu lassen. Dann werde ich entscheiden, ob ich weiter laufe. Ich befürchte, die Belastung ist mit dem großen Gewicht und den langen Strecken doch zu groß.

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Manu

Trotzden schöne Wegimpressionen
Die Sandgrasnelke ist ja superschön!
Gute Erholung erst einmal!