Olafsburg, Holzkirche und ein Kloster – Wikinger-Reise nach Finnland (Teil 3)

Unseren 4. Tag in Finnland verbrachten wir auf einer Busrundreise zu kulturell interessanten Orten in der Umgebung. Auf dem Programm standen eine Burg, eine riesige Holzkirche und ein orthodoxes Kloster.

Schon früh ging es los und unsere erste Station war Savonlinna. Hier besuchten wir die „Olafsburg“ (Olavinlinna, linna = Burg) und bekamen eine deutsche Führung. Wir durchschritten die Gemäuer und erklommen einen der drei Türme. Hier waren die Wände mit Eis bedeckt und es zog ein kühler Wind durch den Turm. Wir genossen die Aussicht und lauschten den Geschichten rund um die Burg.
Im Anschluss stöberten wir durch einen hübschen Souvenirladen im Ort.

Die Burg wurde 1475 vom Dänen Erik Axelsson Tott zum Schutz von Schweden vor den Russen gebaut und dem Heiligen Olof gewidmet. Sie gilt heute als besterhaltene Mittelalterburg in Nordeuropa.
Sie wurde auf der Felseninsel Kyrönsaari gebaut. Der Strom zwischen der Insel und dem Festland fließt so schnell, dass es nur sehr selten gefriert. Das machte die Verteidigung im Winter einfacher.
Die Burg wurde mehrfach belagert, doch erst 1714 wurden die Schweden im Großen Nordischen Krieg vertrieben. Durch Friedensverträge ging die Burg 1721 an die Schweden und 1743 an die Russen über. Nach dem Russisch-Schwedischen Krieg ging ganz Finnland an Russland über und wurde 1809 zum autonomen Teil Russlands erklärt. Die Burg verlor ihre Bedeutung und 1847 gingen die letzten Soldaten. Danach verfiel sie langsam, bis sie im 19. Jahrhundert wieder renoviert wurde.
Jetzt ist sie zugänglich für Besucher und Veranstaltungsort von Opernfestspielen.

Unser nächstes Ziel war die größte Holzkirche der Welt in Kerimäki. Die Holzkirche wurde 1848 geweiht und von Axel Magnus Tolpo und seinem Sohn gebaut. Die Kirche fasst 5000 Menschen und hat Innenmaße von 45 m × 42 m (27 m Höhe). Für Skandinavien typisch hängen die Glocken in einem separaten Glockenturm.

Um die Ausmaße der Kirche ranken sich Mythen. Angeblich soll der amerikanische Architekt A. F. Granstedt die Maße in Fuß angegeben haben und die finnischen Bauarbeiter hätten sie als Meterangaben übertragen.
Im Roman „Der liebe Gott macht blau“ von Arto Paasilinna wird ein Finne zum Stellvertreter Gottes ausgewählt, als dieser ein Sabbatjahr nimmt. Er soll einen neuen Sitz für den Himmel und seine 5000 Engel suchen, der bis dahin in einem ramponierten Schloss ist. Sie landen schließlich in die Kirche von Kerimäki. 🙂 (Wir amüsierten uns ein paar Tage später auf der Fahrt zum Flughafen über Auszüge aus dem Hörbuch, gelesen von Jürgen von der Lippe.)

Da die Kirche nicht geheizt werden kann, wird sie vor allem im Sommer genutzt. Direkt nebenan wurde eine kleinere Winterkirche gebaut. Wir bestaunten und fotografierten die hübsche Kirche und stärkten uns dann im Imbiss gegenüber. Hier gab es sehr leckere karelische Piroggen mit Hack-Reis-Füllung.

Dann ging es weiter zum orthodoxen Männerkloster Uusi Valamo. Hier tranken wir erst mal Kaffee, aßen leckeren Kuchen und stöberten bei den Souvenirs, bevor es dann zur Führung ging.

Der Ursprung des Klosters liegt in Russland. Auf den Inselgruppen Walaam im Ladagosee bestand vermutlich schon im 8. Jahrhundert ein Kloster. Nach dem Winterkrieg 1940 gingen die Inseln an die Russen über und die Mönche siedelten nach Finnisch-Karelien um. Sie konnten die meisten Schätze des Klosters einpacken und mitnehmen, so dass man sie heute noch im neuen Kloster bewundern kann.
Anfangs wurde das traditionelle Kirchenslawisch und das Russische beibehalten, doch seit 1977 wird Finnisch gesprochen.
160.000 Besucher kommen jedes Jahr, besuchen das Kloster, nehmen an Gottesdiensten teil oder übernachten im Hotel. Die Umgebung bietet viel Natur zur Erholung. Heute leben etwa 10 Mönche im Kloster.

Uns wurden die alte und die neue Kirche gezeigt und wir bekamen einen kleinen Eindruck vom Leben im Kloster und vom Orthodoxen Glauben. Zum Abschluss sahen wir noch einen Film.

Inzwischen war es wieder kalt geworden und es hatte angefangen zu schneien. Wir fuhren durch den Schnee zurück zum Hotel und freuten uns an der vorbeiziehenden Winterlandschaft. Im Hotel wurden wir dann wieder mit leckerem Essen verwöhnt.

 

Geschildert sind hier meine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen auf dieser geführten Reise. Ich habe mit Wikinger Reisen abgesprochen, dass ich von der Reise berichte, aber nicht was. Ich werde nicht für diese „Werbung“ bezahlt!

Teil 1 vom Reisebericht
Teil 2 vom Reisebericht

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Manu
Manu
1 Jahr her

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