„Augenausgucken“ in Thiessow und Klein Zicker

Pünktlich zur Uhrenumstellung auf die Sommerzeit strahlte die Sonne am Sonntag den ganzen Tag. Ich entschied mich für einen Ausflug in den Südosten der Insel – nach Mönchgut.

Diese Region ist wirklich sehenswert. Je nach dem in welcher Ecke der Insel man wohnt, ist es allerdings eine recht weite Anfahrt. Thiessow hat einen wirklich schönen und kinderfreundlichen Strand (flach). Hier ist es in der Hochsaison zwar auch voll, aber noch nicht so überfüllt, wie in den großen Seebädern. Viel reizvoller finde ich allerdings die zwei Landzungen Groß Zicker und Klein Zicker. Letzteres war mein Ziel des Tages.

Thiessow bietet einige Parkplätze, alle gebührenpflichtig, und ich entschied mich für die Parkbuchten in der Strandstraße. Mit Wanderstiefeln, Rucksack und Sonnenbrille machte ich mich auf den Weg.

Es ging gleich gut los, bzw. steil bergauf, auf den 36 m hohen Lotsenberg mit dem Lotsenturm. Belohnt wurde ich mit einer herrlichen Aussicht auf die Ostsee und die Küste. Leider hatte ich kein Kleingeld dabei, sonst hätte ich mich gleich noch auf den Lotsenturm gequält. Der Turm ist mit einem Drehkreuz versehen und für 1 € kann man hinauf. In 13 m Höhe hat man vermutlich einen noch schöneren Rundumblick.

Die weitere Routenführung war heute denkbar einfach: Immer am Wasser entlang. 😉

Vom Lotsenberg ging es zum Südperd und dann hinunter zum Strand. Egal wo man den Blick schweifen lässt, es ist traumhaft schön. In der Ferne blitzten das Festland und die zwei Inseln Ruden und die Greifswalder Oie.

An der südlichsten Spitze dieser kleinen Halbinsel, dem Endhacken, lief ich noch kurz zum Wasser vor, bevor ich dann dem Strand Richtung Deich folgte. Die schmalste Stelle der Landzunge kann man auf zwei Wegen überqueren. Südlich der Hauptstraße führt der Weg am Strand entlang, nördlich ist es ein asphaltierter Rad- und Fußweg. Ich wählte für den Hinweg den befestigten Weg.

Am Ortseingang von Klein Zicker gibt es auch noch einen Parkplatz, falls man die Runde verkleinern oder aus der anderen Richtung starten möchte.

Nach dem ich den kleinen Ort durchquert hatte, ging es wieder hoch auf den 38 m hohen Klein Zickerschen Berg. Und auch hier war die Aussicht phänomenal. Vor allem der Blick auf die Schwestern-Halbinsel Groß Zicker ist toll.
Dort war ich auch schon ein paar Mal. Die Zickerschen Berge dort sind wirklich schön und es wachsen viele seltene Pflanzen in dem Naturschutzgebiet.
Oben, auf der ehemaligen Schweden-Schanze, angekommen legte ich eine kleine Pause ein.

Danach ging es dann wieder zurück.  Da ich noch unbedingt zum Lüttzicker Urt, bzw. Klein Zicker Ort, wollte, wählte ich den Weg am Strand entlang. Dieser kleine Sandhaken ist ganz niedlich. Der Weg ging dann weiter bis zum Hafen und wieder nach Thiessow zurück. Den Efeu-Wald konnte ich so nur noch von unten bewundern.

Für den Rückweg wählte ich erst den Weg am Strand entlang und ging dann über den Norddeich nach Thiessow, um die Runde zu schließen.

Zurück am Auto, ließ ich den Rucksack und die Wanderschuhe da. Dann lief ich zum Strand vor und gönnte meinen Füßen als Tagesabschluss eine kleine Kneippkur in der Ostsee.
Die hat laut dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zurzeit etwa 5°C.

Eisig, aber erholsam 🙂

Link zur Tour bei komoot:
www.komoot.de/tour/14953136

Thiessow – Klein Zicker

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Wunderschöne Fotos! Übrigens, wenn es im Winter richtig kalt ist, schieben sich am Südperd die Eisschollen übereinander. Das sah vor ein paar Jahren echt cool aus. ☃️