Die Kreideküste von Nahem und vom Wasser aus

Im Mai hatte ich für ein paar Tage lieben Besuch. Zusammen fuhren wir zur Kreideküste nach Sassnitz. Vor den imposanten weißen Felsen genossen wir die Aussicht aufs Wasser und das Plätschern.

Nach einem leckeren Eis im Sassnitzer Stadthafen, schlossen wir uns einer Schiffstour zu den Kreidefelsen an.
Schaukelnd fuhren wir über die küstennahe Ostsee und hatten einen traumhaften Blick auf die Kreideküste. Am Königsstuhl drehte das Schiff und es ging wieder zurück zum Stadthafen.

Die Kreide entstand durch Ablagerungen von Schalen kleinen Meerestieren auf dem Meeresgrund vor 70 bis 60 Millionen Jahren. Am Ende der Kreidezeit sank der Meeresspiegel und das Gelände wurde angehoben. Die Gletscher der Eiszeiten drückten dann die Kreide an die Oberfläche und formten die Inselgruppe Rügen. Vor allem auf Jasmund ragt die Kreide bis an die Erdoberfläche.

Der höchste Kreidefelsen der Insel ist der Königsstuhl mit 118 m. Besucht werden kann er seit 2004 im Nationalpark-Zentrum. (Rüganer dürfen seit kurzem kostenlos auf das Gelände, für Besucher kostet es 9,50€ bzw. 4,50€)
Etwa 300.000 Menschen besuchen jedes Jahr diesen beeindruckenden Ort. Doch jedes Jahr verliert der Fels an Substanz. Wind und Wetter nagen an der Kreide. Zur Entlastung soll jetzt eine Aussichtsplattform gebaut werden. Bis zum 30.10.2018 dürfen die Sassnitzer Bürger darüber abstimmen.

Am Fuße der Kreidefelsen findet man Feuersteine, Hühnergötter und Donnerkeile. Doch man sollte sehr vorsichtig sein und nicht an allen Stellen ist der Spaziergang am Wasser empfehlenswert. Immer wieder kommt es zu Abbrüchen. Hier sollte man sich an die Hinweise vor Ort halten.

 

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