Feuersteinfelder und Sandebene

Endlich Frühling. Die Sonne schien am Wochenende nach Ostern und lockt alle raus.
Ich machte mich auf den Weg nach Prora und auf die Suche nach dem südlichen Weg zu den Feuersteinfeldern.

Im letzten Jahr habe ich schon von dem Weg beginnend in Lietzow (ca. 5 km) und vom kurzen Weg vom Parkplatz aus (ca. 2 km) berichtet.
Jetzt also der etwa 3 km lange Weg von Süden (ohne Umwege). Der hat seinen ganz eigenen Reiz und führt durch Wald und über eine Seesandebene.

Ich parkte in der Nähe vom Baumwipfelpfad (P2, 2€ pro Tag) und machte mich auf den Weg nach Norden. Von dem einen oder anderen Cache unterbrochen wanderte ich durch die Landschaft.
Zunächst ging es durch den Wald. Auf der linken Seite wiesen mehrere Schilder auf gefährliche Gebäude hin und zwischen den Bäumen erblickte ich Bunker-ähnliche Gebilde. Von der Naturerbe-App erfuhr ich dann, dass die Gegend von der NVA als Übungsgelände genutzt wurde. In den ehemaligen Munitionsbunkern wohnen jetzt Fledermäuse. Das war dann Grund genug für mich, dass ich mich nicht näher heran wagte, um die fleißigen Mückenfresser nicht zu stören.

Nach einem Abstecher zum Kleinen Jasmunder Bodden mit einem tollen Blick, folgte ich weiter dem Weg durch den Wald, vorbei am Campingplatz. Kurz danach kam ich auf die Seesandebene. Das ist eine weite, heide-ähnliche Fläche, die mit Sand bedeckt ist. Auch das war militärisches Übungsgelände. Jetzt hat sich die Natur alles zurückgeholt. Wasserbüffel halten die Fläche frei und fördern die Heidepflanzen. Von einer kleinen Aussichtsplattform aus hat man einen ganz guten Überblick über die Gegend.

Am Ende der Seesandebene traf ich direkt auf die Feuersteinfelder.
Ich war ganz allein hier und schlenderte über die vielen, vielen Steine. Nach einer kleinen Pause versuchte ich noch mal an den Bodden zu kommen, scheiterte aber schließlich am durchweichten Boden.

Zurück ging es über den gleichen Weg. Allerdings machte ich noch einen Abstecher zur Ostsee. Hinter der Baustelle der Galileo-Wissenswelt lief ich zum Koloss von Prora. Da mein üblicher Strandzugang zurzeit wegen Baumaßnahmen gesperrt ist, musste ich weiter nach Süden. Schließlich stand ich am Wasser und meine Füße bekamen ihr wohlverdientes kühles Bad.

Dann ging es zurück zum Auto und nach Hause.
Jetzt kenne ich jeden Weg zum Steinernen Meer. Naja, es fehlt noch der Weg vom Bodden aus 😉

Route bei komoot:
www.komoot.de/tour/28994017

 

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Manu
Manu
2 Jahre her

Der Eichelhäher und der Buntspecht sind ja super!
Den Weg müssen wir mal nachlaufen

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