Besuch in Stuttgart

Letzten Sonntag flog ich für eine Weiterbildung nach Stuttgart. Die fing zwar erst Montag an, aber da ich eh früher anreisen musste, nutzte ich den halben Tag, um der Wilhelma, dem Tierpark von Stuttgart einen Besuch abzustatten.

Ich kam schon früher in mein Zimmer im Hotel in der Innenstadt und zog dann gleich wieder los. Drei Stationen mit der U-Bahn (die Stadtbahn heißt und hier oben fährt) weiter war ich schon an der Wilhelma. Für stolze 16€ (Kinder 8€) kommt man hinein in die Tierwelt. (Zum Vergleich: Tierpark Berlin 14€, Zoo Berlin 15,50€)
Der Besuch lohnt sich aber und der Park ist wirklich sehenswert, zumal er ganz anders gestaltet ist, als das, was ich bisher gesehen habe. Es gibt einige historische Gebäude, die eher an Herrenhäuser erinnern, als an Tierhäuser und der Park trägt noch den Charme eines Lustgartens.

Die Wilhelma wurde ursprünglich als Privatgarten mit Gebäuden im maurischen Stil als Wohn- und Repräsentationsort für den Schwabenkönigs Wilhelm I. angelegt. Der König bestellte bei seinem Architekten Karl Ludwig von Zanth eine maurische Anlage, die Wilhelma heißen sollte. Das erste Gebäude wurde 1842 begonnen. Ab 1919 gehörte das Gelände der Stadt und wurde vor allem als botanischer Garten genutzt. Ab 1949 wurden die ersten Tiere angeschafft und es kamen immer weitere dazu. Heute gehört die Wilhelma mit etwa 11.000 Tieren in 1.200 Arten zu einem der artenreichsten Zoos. Dazu kommen rund 7.500 Pflanzenarten, was ihn zu Deutschlands einzigsten zoologisch-botanischen Garten macht.

Direkt gegenüber vom Haupteingang liegt das Gewächshaus mit beeindruckenden Kakteen. Dort wird gerade am Nachttierhaus gebaut, so dass ich nicht sehr weit kam. Draußen sah ich dann schon von weitem die Pinguine und steuerte auf sie zu. Man kommt den putzigen Tierchen recht nah, so dass sie sehr gute Motive für die Kamera boten.
In der Nacht zuvor hatte es geschneit und alles war weiß. Das bot vor allem bei den Löwen ein verwirrendes Bild. Ich durchstreifte fast das ganze Gelände und sah viele Tiere. Auf Grund der Kälte waren natürlich nicht alle draußen und sichtbar, aber doch eine ganze Menge. Vor allem die Steinböcke hatten einen riesigen Spaß bei dem Wetter.

 

Quer durch den Park gibt es eine Kinderturnrunde. Hier können Kinder an verschieden Stationen testen, ob sie so fit sind, wie die Tiere. Dabei lernen sie noch jede Menge über die Zoobewohner und können durch Sammeln von Stempeln ein „Diplom“ erhalten.

Die Wilhelma engagiert sich sehr stark in vielen Tierschutzprojekten, unter anderem für Menschenaffen. Dazu gab es im Menschenaffenhaus interessante Filme. Durch diesen direkten Vergleich fiel mir dann aber auf, wie steril das Gehege der Affen war. Kein Baum, kein Laub, nur glatte Oberflächen und Stroh. Eigentlich schade.
Dafür waren die Gorillas und Bonobos sehr faszinierend und man entdeckt viele Parallelen zu uns Menschen.

Am Schluss drehte ich noch eine Runde durch das Aquarium und Terrarium, bevor ich dann kurz vor Toresschluss noch den Pinguinen gute Nacht sagte.

Danach machte ich noch einen Abstecher zur Baustelle von „Stuttgart 21“ am Hauptbahnhof. Hier gab es dann den obligatorischen Cache und ein Abendessen. Zurück zum Hotel lief ich dann durch den abendlichen und verschneiten Schlossgarten.

Am Montag lief ich noch beim Schloss vorbei, das wollte ich wenigstens mal gesehen haben, wenn ich schon hier bin. Am Dienstag gab es dann leckeres Essen und viel Spaß mit Kollegen im Roten Hirsch. Im Mai bin ich noch mal in Stuttgart für eine Tagung, ich hoffe ich schaffe es dann noch mal in das Restaurant.

Ansonsten steht schon ein weiterer Besuch der Wilhelma bei wärmerem Wetter auf der To-do-Liste.

 

Achtung viele Fotos 😉

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